Frequency Tag 2 und 3

Bevor ich mit Tag 2 anfange muss ich noch einen Act hinzufügen den ich beinahe vergessen hätte.

 

Skunk Anansie:

Von der Frontfrau muss man wirklich seinen Hut ziehen. Sie hat wirklich das ganze Konzert 101% gegeben. Ich wage es zu behaupten, dass nach der Show keiner so fertig war wie sie, nicht mal im Publikum. Sie Sprang, lief immer wieder quer über die Bühne und sang noch dazu als wenn sie das gar nicht Jucken würde.

 

So gegen Ende sprang sie zum Publikum, schnappte sich eine Hand und stellte sich auf die Absperrung. Als wenn das nicht genug wäre ging sie dann mitten im Lied AUF den Schultern verschiedener Fans bis in die Mitte der Wavebreakers und lies sich am ende ins Publikum fallen welches sie zurück zur Bühne trug. Einfach gigantisch.

 

So und jetzt kann  ich ja mal langsam mit Tag 2 Anfangen. Als die Sonne unser Zelt gegen 10 in eine Sauna verwandelte war es leider schon aus mit dem Schlafen. Als wir raus gingen und den Babylon unserer Nachbarn begutachten hatten wir eine tolle Überraschung.

 

Da Stand tatsächlich ein Biertisch drunter Nachbarn schliefen noch alle.  Als alle wach waren und die genau so überrascht waren stellten wir diverse Theorien auf wie der Tisch zu uns gekommen ist. Da uns die Vorstellung, dass ihn wer geklaut hat und der dann zu Faul war ihn weiter zu tragen und er einfach bei uns blieb schien uns sehr unwahrscheinlich. Deshalb gingen wir davon aus, dass der Babylon schwanger war und das sein Kind ist. Nach einer Zeit tauften wir ihn Liebevoll Schlala.

 

Nach diversen Geblabere ging es auch schon wieder zu den Konzerten, welche wir den ganzen Tag etwas Ruhiger angingen, da man schon die Spuren vom 1. Tag bemerkte.

Martine Topley Bird:

Ein klasse act um den 2. Tag zu starten. Martina und ihr "Ninja" lieferten eine klasse show ab, bei welcher mir vor allem auch die instrumentvielfalt und Kreativität begeisterte.

 

Beim anschließendem "Rumgammeln" weil keine der Bands wirklich ansprechend war ist eines der Highlights geschehen. Ich Traf den Keyboarder von Friska Viljor, welcher mit einer anderen mit noch unbekannten Band am Frequency war. Nach einem Kurzem gespräch empfahl er mir die Band anzusehen, sie nennen sich Stomplin Souls, aber dazu komm ich etwas Später.

 

Wallis Bird:

Das war der 1. "WOW die ist gut, warum kannte ich sie noch nicht" Zeitpunkt des Festivals. gute Gitarre, gute Lieder, sympathisch wirkende Dame. Zwar kein Headliner aber gute Band für zwischendurch.

 

Eigentlich wollte ich mir danach Serj Tankian angucken, was ich für ca 20 min auch Tag. Dann fingen nämlich die vorher genannte Band an.

 

Stomplin Souls:

Schon kurz nach dem 1. mal kam hier der 2.  "WOW die ist gut, warum kannte ich sie noch nicht" Zeitpunkt. Die Typen machen wirklich erstklassige Rockmusik welche sich seitdem in meinem Kopf breit macht. Kann man nur empfehlen.

 

Madsen:

Wohl eine der Besten deutsch-Indi Livebands. Sie haben das Publikum gerockt wir nur wenige vor ihnen und mit Wenigen Effekten. Da der Black Rebel Motorcicle Club abgesagt hat spielten sie sogar noch etwas länger.

 

Klaxons:

Gleich danach eine weitere klasse Band. Die Jungs unterhielten sich leider ein Stück zu Wenig mit dem Publikum aber  gaben ihre Songs klasse rüber und motivierten das Publikum zum springen und Klatschen.

 

We are Scientists:

Dadurch, dass eine Band ja abgesagt hat, spielten Klaxons und die Scientists nicht mehr gleichzeitig. Wodurch ich mir beide angucken konnte. Und auch Sie sind richtig am Rocken. Die Masse tobte bis zum letzten Lied.

 

Danach kamen die Headliner zum Zug. Massive Attack, Tocotronic oder Alf Poier. Verdammt schwere entscheidung.

 

Tocotronic kannte ich schon vom Sonnenrot, deshalb verringerte sich die Auswahl um diese Band. Massive Attack ist wirklich genial aber Alf Poier hat es einfach drauf. Mit geteilten Herzen ging ich zur Weekender Stage und gab mir Alf Poier zugute. Und es war jede Sekunde wert. Das Publikum sang nahezu das ganze Konzert mit ihm, lachte, sprang und klatsche wie verrückt. Auch vereinzelte Zuschauer würden über die Masse getragen. Nach bestimmt 6 Zugaben am Schluss ging ich Fix und Fertig zurück zum Zeltplatz wo ich auch bald schlafen ging.

 

 

Wie schnell die Zeit vergeht... kaum ist man 2 Tage da, kommt schon der 3. und letzte Tag des Festivals.

 

Bis Zoot woman pendelte ich von Bühne zu Bühne,  die wenigsten konnten mich wirklich Fesseln.

 

Zoot Woman war ok und gut, aber hat mich leider nicht vom Hocker gehauen.

 

Danach kam die Enttäuschung des Tages auf mich Zu 30 Seconds to Mars.

Ich fange mal mit dem Positiven an: Es gibt wirklich klasse Lieder von der Band, welche sie auch gut rüber brachten, der Frontman ist ein guter Entertainer und hat viel Kontakt zum Publikum gesucht. Ein Geburtstagslied für seinen Producer angestimmt. Am Ende packte er sogar noch viele Fans auf die Bühne und performte den letzten Song.

 

Aber all das half nicht um mich zu überzeugen. Der auf Punk gekleidete Frontman scheint sehr gerne zu fluchen, nahe jedes 2. Wort war Fuck oder fucking usw.

 

Die Fans schienen zu 80% aus kleinen Mädchen und Büblein zu bestehen, welche ihn nicht mal verstanden.

Auch Moshpits wurden gegründet wo die Kinder zu den "schnellen" teilen des Refrains "abgingen" welche aber bei weitem langsamer waren wie bei zB Flogging Molly in hoher Zeitlupe. In allem waren einfach zu viele Wiedersprüche im Konzert.

 

Billy Talent:

Wer Billy Talent schonmal gesehen hat weiß was ich schreiben werde. Klasse Band, Klasse Songs, Klasse Publikum. Letztes schien auf alle zutreffen die nicht im näheren Umkreis von mir standen.

 

Vor mir ein 2m Pärchen genau wie links und rechts von mir. Ok damit kann man ja noch leben, so ist es halt wenn man es nicht in die 1. Reihe schafft.  Aber das die die ganze Zeit nur herumstehen und nicht mal Klatschen muss wirklich nicht sein. Die einzige Aktivitäten die ich von ihnen sah war das gegenseitige Küssen und Fotos machen. Gegen ende hab ich es endlcih geschafft auf dem Depri Kreis des Publikums zu kommen und in den letzten Moshpit zu gelangen.

 

Als letzten Headliner hab ich mir die Toten Hosen ausgesucht, da man die Giganten des deutschen Raums schon mal gesehen haben sollte. Und das hab ich, zwar nicht komplett, aber einiges. Aber da ich nicht gerade ein Hosen Fan bin und das Publikum nicht viel Stimmung machte bewegte ich mich immer weiter Richtung Weekender. Aber bevor ich zu dieser Bank kommer noch die Highlight vom Hosen Konzert:

Einen typen nach oben geholt, der eine Lied singen sollte, war er auch versuchte. Aber von seinem können konnte er wohl niemanden überzeugen. Zitat: "Wie ich das geschafft hab, unter tausenden hab ich genau den schlechtesten ausgesucht."

 

Und der "Special Effekt" Sie haben keine Kosten und Mühen gespart. Der Veranstalter hat ihnen Freie Wahl für Effekte zur Verfügung gestellt. Somit haben sie eine € 4,20 Rakete mitgenommen und gezündet.

 

So und dann zum letzten Act:

FM Belfast

Ich kannte sie nicht, wursste damals nicht wie sie heißen ich kahm nur rein und das Tanzfieber hat mich gepackt. Die reinste Dance party nach der man meinen konnte, dass ich schwimmen war.

 

Langsam aber Sicher war das Festival zuende. Auf dem Rückweg sah man schon die ersten am Packen. Auch von unseren Nachbarn verabschiedete sich der Unsympatische, was aber einen sehr Positiven Effek hervorgerufen hat. Alle waren gleich viel besser drauf. So saßen wir noch bis ca 4 Uhr zusammen um uns ein letztes Mal auf die unbequemen Matratzen zu werfen. Kurz vorm einschlafen kahm noch einer vorbei der uns erklärte warum Vegetarier seiner Meinung "Grintig" sind.

"Vegetarier sind ja voll Grintig!"

"Warum?"

"Die essen kein Fleisch, nur so Gemüse."

Durch die Hinrissige aussage wurde die nähere Nachbarschaft zu einem Lachenden Haufen, was einige Minuten anhielt.

 

Frisch aufgewacht, zusammen gepackt usw. und um genau 12 Uhr am Auto angelangt ging es zurück Richtung Heimat, welche bis auf 2 Geisterfahrer Warnungen gut verlief. So kamen wir alle gut zuhaue an und haben das Frequency 2010 in bester Erinnerung.

 

Wenn ihr das alles gelesen habt hinterlässt doch mal ein Kommentar, hoffe ihr hattet Spaß am lesen. Mir hat das schreiben Jedenfalls Spaß gemacht und es war eine gute Methode das geschehene nochmal im Kopf zusammen zu fassen.

 

Zugut erletzt noch das Duell Frequency gegen Sonnenrot:

 

AND THE WINNER IS:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz knapp das Sonnenrot. Bands und leute waren auf beidem Festivals klasse. Das Sonnenrot konnte halt mit dem Charm eines kleinen Festivals und besonders kurzer Fußwege Punkten. Auch wenn das Wetter nicht so Perfekt war wie am Frequency. Ein weiterer großer + Punkt war das man sich nie zwischen 2 netten Bands entscheiden musste.

 

Aber so was kann man ja bei einem Großen Festival wie dem Frequency leider nicht Realisieren.

23.8.10 19:33

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